Tarifverhandlungen im BFW!? Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung

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196 von Euch/Ihnen haben uns ihre persönliche Sicht mitgeteilt. Vielen Dank für die Beteiligung an unserer Beschäftigtenumfrage!

[Tariferhöhungen] Der Haustarifvertrag mit der darin festgeschriebenen Einkommensentwicklung analog der Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst/der Deutschen Rentenversicherung wird zu 94 % aller Rückmeldungen (hoch)geschätzt.

[Eingruppierung] Die im Haustarifvertrag festgeschriebene Eingruppierungsordnung erfährt allerdings, wie bereits in der von der Unternehmensleitung durchgeführten Mitarbeiter*innen Befragung, von ca. 30 % deutliche Kritik. Weniger als die Hälfte der Beschäftigten (ca. 45 %) kann sich zu einem positiven Urteil durchringen. Das ist ein deutliches Signal für einen Änderungsbedarf. Denn Tarifverträge müssen von der übergroßen Mehrheit der Beschäftigten positiv bewertet werden, um ihren Zweck, den Betriebsfrieden herzustellen, zu erfüllen.

 

[Sonderzuwendungen] In einer sehr ähnlichen Bewertungsverteilung (93,4 % positive Zustimmung) wie die Tariferhöhungen sind die Zuwendungen für Urlaub und Weihnachten für die Beschäftigten ein sehr hohes Gut. Auf unsere Frage nach einer [Flexibilisierung] der Sonderzuwendungen zeigten 40 % kein Verständnis wobei die absolute Ablehnung mit ca. 36 % überdeutlich ist. Lediglich ca. 25 % würden Tarifverhandlungen hierzu begrüßen und ca. 20 % hätten hierfür immerhin Verständnis. Das Lager der Unentschiedenen ist mit ca. 16 % deutlich kleiner. Dies zeigt die Zerrissenheit der Belegschaft in dieser Fragestellung. Dies zeigen auch die 63 Kommentarmeldungen die allerdings mehrheitlich sehr stark ablehnend sind; hier eine repräsentative Auswahl: „‘flexibilisierte Auszahlung‘ soll das Streichen der Zuwendung verschleiern“, „Da mein Gehalt nicht angemessen ist, gibt es da nichts zu verhandeln“, „Es wurde ein BTZ mit Barmitteln gebaut in einer Zeit, wo [Geld zu leihen] nix kostete. Seltsam!“, „Ein einmaliger Verzicht auf die Zuwendung sehe ich als sinnvoll an, wenn es der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zuträglich ist“, „Entscheidend ist der Erhalt der Arbeitsplätze“, „Löst auf Dauer nicht das Problem vom BFW/Im BFW hat sich bisher nichts geändert“, „Meine Befürchtung: Grundsätzlicher Abbau der Sonderzuwendungen durch die Hintertür der Flexibilisierung“, „Unternehmensrisiko wird auf Mitarbeiter abgewälzt“, „zwingender Wirtschaftsausschuss nötig“, „Die Rahmenbedingungen (inklusive Sonderzuwendung) sind ein Hauptbestandteil der Attraktivität dieses Arbeitgebers. Sollten sie wegfallen, werden noch mehr qualifizierte Arbeitnehmer das Unternehmen verlassen. DAS wirkt sich auch wirtschaftlich negativ aus“.

 

Eine [Professionalisierung der Arbeitsbeziehungen] hinsichtlich einer Beteiligung bei Entscheidungen von Vorgesetzten oder die Geschäftsführung sind für 80 % der Belegschaft bedeutsam. Daher ist es umso brisanter, dass ca. 82 % keine professionellen Arbeitsbeziehungen im BFW vorfinden.

Ein überdeutliches Warnsignal für das BFW ist die [Beurteilung der aktuellen Situation]. Nicht einmal eine Person bewertet sie als sehr gut. Nur 12 % sehen die Situation positiv.

 

Den Hauptgrund sehen die meisten der Rückmeldenden (82%) in der fehlenden [Führungskompetenz der Vorgesetzten], an zweiter Stelle (76 %) den [innerorganisatorischen Aufbau des Unternehmens] und erst hiernach (52 %) [außerbetriebliche Umstände]. Wobei besonders die Bewertung von ca. 59 % fehlender Führungskompetenz auf der höchsten Bewertungsskala heraussticht.

 

Dies spiegelt sich auch in den O-Tönen wieder: „Fehlentscheidungen, Umstrukturierung, Personalentscheidungen führen zu schlechten Situationen“, „fehlende Akquise“, „Missmanagement + Ideenlosigkeit der UL“, „Wasserkopf ohne Bezug zur Arbeit“, „Die Kommunikation ist grottig“.

 

In der offenen Frage haben wir nach [weiteren Anliegen und Anregungen] gefragt. Wir sehen in den Antworten die Motivation auch für unsere Anstrengungen, hier wieder repräsentative O-Töne: „Anerkennung der Arbeitsleistung in Haltung, Kommunikation und Entlohnung“, „bessere Kommunikation“, „Eine gerechte Eingruppierung“, „Transparenz (wirtschaftliche + personelle Situation)“.


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